Arbeits- und Beschäftigungsprojekt Multiflex

Menschen, die an einer Sucht- und Abhängigkeitserkrankung leiden, können zusätzlich von Arbeitslosigkeit betroffen sein.
Unser Projekt „Multiflex“ bietet diesen Menschen die Möglichkeit, ihre berufliche oder schulische (Re-)Integration zu beginnen bzw. fortzusetzen. Die Stiftung Waldmühle, verantwortlich für die Durchführung des Projekts, stellt dafür 13 Plätze für Betroffene der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg zur Verfügung.

Inhalte des Projekes:

  1. Beschäftigung in den Bereichen: Hausmeisterdienste, Renovierung, Gartenarbeiten, Verwaltung und soziale Dienste.
  2. Beratung, Anleitung und Unterstützung im Umgang mit Behörden.
  3. Beratung und Begleitung hinsichtlich adäquater externer schulischer und
  4. berufsspezifischer Angebote.
  5. Entwicklung und Fortschreibung von individuellen Hilfeplänen inkl. strukturierter Arbeitstage- und Wochenplanung.
  6. Informationsvermittlung und Beratung in Fragen der Gesundheitsvorsorge
  7. und Hygiene.
  8. Einzel- und Gruppengespräche sowie Teambesprechungen.

Zielsetzungen des Projektes:

Im Einzelnen lassen sich wesentliche Projektziele folgendermaßen kennzeichnen:

  1. Stabilisierung und Verbesserung der physischen und psychischen Allgemeinverfassung
  2. Entwicklung und Einübung von fachlichen Fertigkeiten und sozialen Kompetenzen in den Bereichen Arbeit, Beschäftigung, Ausbildung und Schule
  3. Förderung einer abstinenten Lebensperspektive einschließlich sozialem Umfeld und alltagspraktischer Fähigkeiten.

Beitrag zur Gleichstellung von Männern und Frauen:

Alle abhängigkeitskranken arbeitslosen Menschen haben gleichberechtigten Zugang zur Teilnahme an der Maßnahme. Dementsprechend werden individuelle Teilnahmeziele ermittelt, die geschlechtsspezifische Barrieren und Segregationen am Arbeitsmarkt verhindern und dadurch insbesondere auch die Chancen der Arbeitsmarktintegration von Frauen erhöhen.

Beitrag zur Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung:

Die Stiftung Waldmühle als Träger der beantragten Maßnahme verfolgt und fördert auf der Grundlage ihres Leitbildes grundsätzlich Ziele der Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung. Weil an der Maßnahme ausnahmslos abhängigkeitskranke erwerbslose Menschen teilnehmen, werden Erfahrungen von Ausgrenzung, Stigmatisierung, Migration, Gewalt, Opferverhalten etc. regelhaft mit dem Ziel thematisiert, präventiv selbstschützende Strategien für zukünftige Situationen zu entwickeln.

Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung:

Die Durchführung der Maßnahme erfolgt resourcenorientiert und nachhaltig. Dementsprechend werden Kompetenzen vermittelt und erprobt, die nach der Beendigung der Teilnahme die Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsmarkt erhöhen und die gesundheitliche Situation verbessern. Deshalb werden bereits während der Teilnahme anschließende Möglichkeiten ermittelt und gegebenenfalls erprobt. Insbesondere ist die Vermittlung in ein "ordentliches" Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis aus der Maßnahme heraus jeder Zeit möglich.